VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Anja  |  Anna  |  Erika  |  Hannah  |  Ida  |  Jacqueline  |  Jakob  |  Jana  |  Jannes  |  Johanna  |  Jojo  |  Julius

Katharina  |  Kayange  |  Lara  |  Lilli  |  Luise  |  Maren  |  Max  |  Nils  |  Sergej  |  Simon  |  Wiebke

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Heri ya mwaka mpya! Ein gutes neues Jahr!

Autor: JohannaNoelle | Datum: 06 Januar 2015, 19:51 | 0 Kommentare

Das alte Jahr ist verstrichen und ein neues hat begonnen. Ich muss garnicht lange überlegen um zu wissen, dass ich auf ein sehr Ereigniss reiches Jahr zurückblicke. Zunächsteinmal habe ich, mit vielen auf und abs, das letzten Teil meiner Schullaufbahn erfolgreich beendet und somit dieses Kapitel geschlossen, dass ist für mich natürlich ein ziemlich großer Schritt, wo die Schule doch das erste große Kapitel meiner persönlichen Biographie war, auch wenn es viele kleine Unterkapitel hatte, stand doch irgendwie über allem das große Stichwort SCHULE und beschrieb den Verlauf der Geschichte. Umso weniger Seiten das Kapitel hatte, umso häufger stellte sich eine Frage „was kommt nach der SCHULE?“. Für mich stand eigentlich eins fest, ich brauchte eine Auszeit vom „klassischen“ Weg des Lernens, so kam doch der freie Platz im Frewilligen Programm der VEM im März ziemlich passend.

Schon komisch ein halbes Jahr später über diese Zeit nachzudenken, jetzt wo die Seiten des Schulkapitels schon zu verstauben scheinen und fest unter den vielen Seiten des neuen Kapitels TANSANIA, verschlossen liegen. Inzwischen habe ich vier Monate hier verbracht, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen und trotzdem wie im Flug vergangen sind. Unvorstellbar, dass schon wieder Weihnachten war und ich zum zwanzigsten Mal Silvester gefeiert habe.

Vorallem Weihnachten ist hier vollkommen an mir vorbei gestrichen, was glaube ich vorrangig am Wetter lag. Ich war mit Maria bei ihrer Familie und bei gefühlt 100.000 Grad im Schatten, konnte bei mir, einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen.

Auch die Feierlichkeiten, liefen anders ab, als von Zuhause gewöhnt. Heiligabend gab es hier nicht, in dem Sinne wie ich ihn kenne. Der Hauptfeiertag ist der 25. Dezember. An Heiligabend haben wir also noch nicht richtig gefeier,t bis auf den Gottesdienst den wir Abends besucht haben. Marias Familie ist katholisch, somit gingen wir in eine riesige katholische Kirche. Am besten hat mir der Chor gefallen, der gekleidet in den gleichen bunten Farben, den ganzen riesigen Raum mit seinem Gesang erfüllt hat. Tanzend haben sie die verschiedensten Weihnachtslieder gesungen und als dann „Stille Nacht. Heilige Nacht“ auf Kiswahili dran kam, hatte ich schon einen kleinen Klos im Hals. Insgesammt war der Gottesdienst, aber mal wieder sehr lang und bei dem für mich ungewohnten knien, dachte ich nur noch meine Knie würden gleich abfallen.

Am 25. haben wir morgens angefangen, das Festmahl zu kochen, das aus Pilau (Gewürzreis mit Fleisch), Ndizi (Kochbananen in Tomatensoße), Salat und süßen Bananen bestand. Gegessen wurde dann gegen Mittag. Wir saßen draußen auf Matten und haben uns, genau wie es die meisten in Deutschland zu Weihnachten pflegen, den Bauch vollgestopt bis nichts mehr rein ging.

Irgendwann meinte Maria zu mir, dass jetzt die Zeit wäre zu der man sich schickt macht, sich an die Straße setzt, Leute bebachtet und darauf wartet, irgendwo eingeladen zu werden. So gesagt so getan. Eingeladen wurden wir zwar nicht, aber es war ein sehr entspannter und schöner Nachmittag.

Groß anders verlief der 2. Weihnachtstag eingentlich auch nicht. Ich hatte das Gefühl, wir haben es einfach alle mal genoßen nichts zu tun, außer zu essen und uns auszuruhen.

Insgesammt war es schon irgendwie ein entspannteres Weihnachtfest, als ich es gewohnt bin. Ich hatte nicht so einen Druck mit den ganzen Geschenken, es gab keine Familienkrisen und vorallem war nicht dieser Anspruch da, dass alles perfekt sein muss.

Ich war sehr dankbar mein Weihnachtsfest auf so eine neue Art verbringen zu dürfen, habe mich dann aber auch auf ein paar schöne Tage, mit meinen mit Freiwilligen, Kayange und Lilli, Blauts ihrem Sohn und einem befreundeten Ehepaar, gefreut. Mich ein paar Tage so ausdrücken zu können wie ich es möchte und Silvester sogar mit Dinner for one zu feiern, war auf eine andere Art wunderbar.

Wir waren in Pangani, einem Ort am Meer, an dem ich mich ungefähr so gefüllt habe als würde ich in diesem Windows Hintergrund stehen mit den Palmen und dem blauen Meer, vor dem man immer Zuhause in Deutschland sitzt und denkt „man da komm ich sowieso nicht hin“. Tja Johanna! Falsch gedacht!

Die restlichen Tage habe wir mit Faulenzen, gutem Essen (mein persönliches Highlight war der Käse) und einem Schnorchelausflug auf eine Sandbank verbracht. Als ich so über diese Welt unter Wasser hinweg schwebte, die aussah als hätte jemand einen Farbmalkasten genommen und jeden einzelen Fisch, jede Koralle und jede Pflanze behutsam mit dem Pinsel in den buntesten Farben angemalt, konnte ich mal wieder nicht glauben, dass ich das hier alles erleben darf.

Nach einem halb unfreiwilligen Zwischenaufenthalt bei Lilli, weil ich untwerwegs krank geworden bin, bin ich jetzt wieder Zuhause in Irente und freue mich darauf, dass die Arbeit bald wieder los geht und ich meine Schüler wieder sehe.

Ich bin gespannt, wie dieses Kapitel weiter geht und freue mich auf ein spannendes Jahr 2015.

Ich hoffe ihr hattet alle schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Liebe Grüße eure Johanna

«Neuerer Eintrag | Älterer Eintrag»

 

 

Kommentare

 

 

Kommentar Verfassen

 This is the ReCaptcha Plugin for Lifetype